Papst Franziskus segnet Apostel Petrus aus Meissener Porzellan

02 Feb 2018

Meissen (ots) - Übergabe der Figur im Vatikan mit der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung der sakralen Kunst hat die Manufaktur Meissen dem Heiligen Vater Papst Franziskus am 24. Januar im Vatikan den Apostel Petrus aus Meissener Porzellan überreichen dürfen. Im Rahmen einer privaten Begegnung übergab Meissen-Geschäftsführer Georg Nussdorfer die Figur. Sichtlich bewegt nahm Papst Franziskus den Apostel Petrus entgegen und segnete die Figur. Sie wird nun einen besonderen Platz in den päpstlichen Räumen erhalten. "Es war eine große Ehre für Meissen und auch für mich persönlich, ein so bedeutendes Werk des sakralen Schaffens der Manufaktur an den Heiligen Vater zu überreichen. Seine Segnung ist eine einmalige Wertschätzung unseres künstlerischen Schaffens", so Nussdorfer nach dem Termin.

Anlass der Übergabe war ein Chorkonzert, unterstützt von der Fondazione pro Musica e Arte Sacra, mit der Meissen seit 2017 zusammenarbeitet. Die Fondazione fördert unter anderem ökumenisch-musikalische Projekte des Papstchores Cappella Musicale Pontificia "Sistina". Zu dem jährlich stattfindenden gemeinsamen Konzert war in diesem Jahr der mitteldeutsche Stadtsingechor aus Halle/Saale eingeladen. Er gehört zu den renommiertesten Kinder- und Jugendchören in Europa. Meissen wurde von der Fondazione ebenfalls zu diesem Termin eingeladen, womit die bestehende Kooperation weiter vertieft wurde.

Für Meissen, Europas erste Porzellan-Manufaktur, spielten sakrale Porzellane seit den Anfangsjahren eine wichtige Rolle. Das erste Kruzifix, eine kleine Figur des Permoserschen Gekreuzigten, geht auf 1719 zurück. 1736 ließ König August III. dem befreundeten Kardinal Annibale Albani in Rom, einem einflussreichen Neffen von Papst Clemens XI., eine Altargarnitur aus Meissener Porzellan als Geschenk schicken. Der damalige Modellmeister der Manufaktur, Johann Joachim Kaendler, fertigte dafür unter anderem die Apostel Petrus und Paulus. Die Gips-Modellform des Apostel Petrus, bestehend aus 25 Einzelformen, gehört heute zu den ältesten erhaltenen Formen der Manufaktur. 1743 schuf Kaendler mit der Kreuzigung aus 17 Einzelstücken die größte religiöse Figurengruppe der Manufaktur.

Kaendler hat Meissen in mehr als 40 Jahren künstlerischen Schaffens entscheidend geprägt und neue Maßstäbe gesetzt. Bis heute steht die 1710 gegründete Manufaktur für einzigartiges Kunsthandwerk und exklusive Ästhetik. Meissen gehört zu den ältesten und international bekanntesten deutschen Marken, unverwechselbar zu erkennen an den seit jeher handgemalten gekreuzten blauen Schwertern. Diese Verantwortung gegenüber einem besonders wertzuschätzenden Kulturgut und Erbe verbindet Meissen mit der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra. Insbesondere der Einsatz dafür, der sakralen Kunst eine angemessene Pflege und würdige Präsentation angedeihen zu lassen, macht beide Organisationen zu natürlichen Partnern.

Quelle-Foto: obs/(C)Vatican Media

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