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20 Jul 2026
Rhein-Kreis Neuss - Regierungspräsident Thomas Schürmann hat den Haushalt des Rhein-Kreises Neuss für das Jahr 2026 genehmigt. Vor diesem Hintergrund unterstreicht der Regierungspräsident, dass der Rhein-Kreis Neuss auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen zeigt, dass ein verantwortungsvoller Ausgleich zwischen solider Haushaltsführung und notwendigen Investitionen möglich ist. Zugleich hebt Schürmann hervor, dass der Rhein-Kreis Neuss seine Zukunftsaufgaben weiter konsequent verfolgt und dabei die Belastungen der kreisangehörigen Kommunen im Blick behält. Dazu zählt, dass der Kreis auf den sogenannten globalen Minderaufwand setzt, um die finanziellen Belastungen der Kommunen möglichst gering zu halten. Zugleich investiert der Kreis in wichtige Zukunftsaufgaben. Dazu zählen die Bereiche Bevölkerungsschutz, Sicherheit und Rettungsdienst ebenso wie zum Beispiel Schulbaumaßnahmen. Die Bezirksregierung weist zudem darauf hin, dass der Rhein-Kreis Neuss auch in den Jahren 2027 bis 2029 mit ausgeglichenen Haushalten rechnet. Als zentrale Herausforderungen für den Kreishaushalt werden die Sozialausgaben genannt. Für 2026 rechne der Rhein-Kreis Neuss erneut mit steigenden Kosten beispielsweise für Bürgergeld, Pflegeleistungen und weitere soziale Unterstützungsangebote.
Landrätin Katharina Reinhold sieht die Nachricht aus Düsseldorf als Bestätigung der verantwortungsbewussten und zukunftsorientierten Haushaltspolitik des Rhein-Kreises Neuss. Zugleich weist sie jedoch darauf hin, dass der Haushaltsausgleich über den globalen Minderaufwand nur unter großen Anstrengungen gelungen ist. „Die finanzielle Situation der kommunalen Familie ist bundesweit enorm angespannt und wird auch in den kommenden Jahren herausfordernd bleiben. Sparen ist das Gebot der Stunde. Das darf jedoch nicht zu Lasten der Zukunftsfestigkeit vor Ort gehen“, betont die Landrätin. Sie weist darauf hin, dass die bundesweit schwierige finanzielle Situation der kommunalen Familie strukturell bedingt ist, da die Kommunen immer mehr gesetzliche und zugleich immer teurer werdende Pflichtaufgaben erfüllen müssen, ohne dass diese auskömmlich durch Bund und Länder finanziert werden, und sich das dringend ändern muss. „Wir im Rhein-Kreis Neuss machen unsere Hausaufgaben. Dazu gehört eine auch weiterhin verantwortungsvolle Haushaltspolitik, aber beispielsweise auch eine gemeinsame Aufgabenkritik von Kreis und Kommunen. Unser Ziel ist es, weitere Bereiche und Potentiale zu identifizieren, die wir durch interkommunale Zusammenarbeit heben und noch effizienter nutzen können.“
Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 25. März den Haushalt für das Jahr 2026 mit einem Gesamtvolumen von 792,9 Millionen Euro mit breiter Mehrheit verabschiedet. Den Hebesatz der Kreisumlage legte der Kreistag auf 35,87 Prozentpunkte fest. Rund 55 Prozent des Kreishaushalts sind dabei für Aufwendungen in den Bereichen Soziales und Jugend einschließlich der Landschaftsumlage vorgesehen. Gesamtaufwendungen von 792,9 Millionen Euro im Kreishaushalt stehen Erträge von lediglich 789 Millionen Euro gegenüber. Der Haushaltsausgleich wird durch einen globalen Minderaufwand von 0,5 Prozent, dies entspricht 3,9 Millionen Euro, erreicht.
Quelle-Foto: Rhein-Kreis Neuss/A. Baum, Landrätin Katharina Reinhold